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Heute ist der 2. Todestag meines Vaters. Andere pilgern zu solchen Anlässen in die Kirche oder auf den Friedhof und zünden eine Kerze an. Ich lasse hier ein Lied erklingen und widme es dem Andenken meines Vaters:

Tindersticks - Dying Slowly

Ich liebe melancholische Musik. Neben Blues höre ich melancholische Lieder am liebsten, und das nicht erst seit dem Niedergang meiner Familie. Warum ich traurige Musik gern höre? Weil sie mitten aus dem Leben kommt und direkt in den Tod führt. The way of Life, dem keiner entkommen kann.

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? Home, sweet Home ?

Sheryl Crow - Home

Manche Frauen heiraten - Häuser.
Ich bin im falschen Haus eingesperrt.

Anne Sexton

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Sarah McLachlan


Auch Sarah McLachlan steht ganz oben auf meiner GirlPower-Hitliste. Die kanadische Sängerin und dreifache Grammy-Preisträgerin verkaufte bislang weltweit mehr als dreißig Millionen CDs. Sämtliche Alben erhielten in den USA Gold-, Platin- oder Mehrfachplatin-Auszeichnungen.

Als ich ein Kind war hat mir die Musik das Leben gerettet. Diese eine Sache zu haben, von der ich wusste, dass ich sie gut kann, machte für mich den wesentlichen Unterschied. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, dass man einen positiven Einfluss auf das Leben der Kinder hat. Diese Freude lässt sich mit nichts vergleichen.

Sarah McLachlan - The Path Of Thorns (Terms)

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Loreena McKennitt

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Loreena McKennitt steht auch ganz oben auf meiner GirlPower-Hitliste. Eine Stimme zum Verlieben. Zum Sterben schön. Mit dieser Musik möchte ich endgültig einschlafen. Auf ihrer sehr schön gemachten Homepage gibt’s Hörpröbchen von all ihren Songs und zu jedem Song kann man auch den Text nachlesen. So hat eine Künstler-Homepage zu sein!

Loreena McKennitt - The Mummers’ Dance.mp3

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Rückblick & Ausblick

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Bitte mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern sind sie vergebens.
Deutsch

Silvester habe ich ganz unspektakulär verbracht: allein. Mir ist schon lange nicht mehr nach Feiern zumute, hat doch der Tod in nur einem einzigen Jahr gleich fünf liebe Menschen aus meinem Leben in den Abgrund des Grabes gerissen und in mein Herz viele tiefe, unheilbare Wunden geschlagen, die jämmerlich bluten. Seither lebe ich Im Niemandsland zwischen Leben und Tod und versuche Im Nebel einigermaßen die Orientierung zu behalten, um nicht auch taumelnd und torkelnd in den Abgrund des Todes zu stürzen. Aufrecht gehen kann ich schon lange nicht mehr, aber auch auf den Knien rutschend und auf dem Bauch robbend kommt man schließlich voran…

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Top Ten Songs 2006

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Top Ten Songs 2006

Jahresende. Zeit Bilanz zu ziehen. Sich Rechenschaft abzulegen. Etwa über die besten Dinge dieses Jahres: die Top Ten Songs, CDs, Filme, Fotos, Bücher usw. usf. Ich fange mal mit meinen Top Ten Songs 2006 an. Die Auswahl fiel mir wie immer extrem schwer. Eigentlich hätte ich eine Top 100-Liste machen müssen, und selbst das hätte nicht gereicht, um allen Künstlern gerecht zu werden, die mir dieses Jahr mit ihrer Musik das Herz beflügelten oder beschwerten. Trauer, Schmerz und Melancholie überwogen dieses Jahr eindeutig, denn die letzten beiden Jahre gehören zu den katastrophalsten Jahren meines Lebens, wurde da doch meine gesamte Familie ausgelöscht.

Ray LaMontagne - You Can Bring Me Flowers

Doch wer außer mir will schon hundert traurig-melancholsch-düstere Songs hören? Also gibt’s hier nur ein winziges, aber sehr charakteristisches Extrakt der vielen traurigen Lieder, die ich dieses Jahr hörte. Die Songliste ist alphabetisch sortiert, alle Songs und alle Künstler sind für mich absolut gleichwertig.

  • Crying Blue - Just When You Thought
  • Jessi Colter - The Phoenix Rises
  • Keren Ann - Chelsea Burns
  • Leonard Cohen - The Letters
  • Midnight Choir - Lift Me Up
  • Paal Flaata - Alabaster Jar
  • Ray LaMontagne - Trouble
  • Ray LaMontagne - You Can Bring Me Flowers
  • Tindersticks - Velvet Fog (Feat. Chris & Carla)
  • Tom Driscoll - Mary’s Bed

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Midnight Choir - Requiem

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Wir ordnen’s, es zerfällt.
Wir ordnen’s wieder - und zerfallen selbst.

Rainer Maria Rilke

Den letzten Beitrag hier schrieb ich am 4. Oktober, also vor langen neun Wochen. Das hat seine schlechten Gründe: Tod, Tod, Tod, Tod und noch einmal Tod. Tod meiner Tante (sprich zweiter Mutter), Tod meines Vaters, Tod meiner Mutter, Tod meines Rechtsanwalts und Freundes Reiner, Tod meines Vetters Willi. Damit habe ich fünf Tote in nur einem einzigen Jahr begraben. Rein statistisch gesehen, möchte man meinen, ist das unmöglich. Aber wie Toyota und das Leben uns lehren: Nichts ist unmöglich.

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Johnny Cash - Hurt

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Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse

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