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Ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, junge und gesetzte Leute, aber keine Menschen - ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinanderliegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande verrinnt? — Friedrich Hölderlin

Funny van Dannen - Mein Volk

! Bitte mehr Biss !

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Wenn man zum Leben ja sagt
und das Leben selber sagt zu einem nein,
so muß man auch zu diesem Nein ja sagen.

Christian Morgenstern

Iggy Pop - Social Life

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

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Erhart Kästner - Der Tod vor dem Tod

don’t die before you die

Rudi Lehnert

Robert Long - Hin ist Hin

Konstantin Wecker - Genug ist nicht genug

Zum Gedenken an Kuno Bärenbold

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Mein Freund Kuno ist tot

Kuno Bärenbold 7.7.1946 - 6.5.2008

“Wissen, was zwischen Menschen möglich ist
- und nicht geschieht, macht traurig.”
Kuno Bärenbold

Willie Nelson - He Was A Friend of Mine

Mein Freund Kuno ist tot. Über drei Jahrzehnte hinweg war er mein bester Freund. Als Mensch habe ich ihn im Knast kennen gelernt, als Freund und Psychologe habe ich ihn nach dem Gefängnis begleitet, und als Verleger habe ich in dieser Zeit fünf Bücher mit ihm realisiert. Es war einmal. Aber ein Märchen ist das nicht, es ist ein Alptraum: in nur drei Jahren hat der Heckenschütze Tod aus dem feigen Hinterhalt gleich sieben meiner Liebsten zielsicher ins Jenseits befördert.

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Tod-Verwesung_224x300.jpg

Johnny Cash - God’s Gonna Cut You Down

blog-O-rama hat über 1.000 Abonnenten habe ich mich vor gut zwei Wochen hier noch gefreut. Danach begann wieder mal der Niedergang, wie ich ihn auch schon in Schweigen & Schreiben beschrieben habe, und wieder mal beherrschten Verzweiflung, Verfall & Verwesung mein “Leben” oder besser das, was davon noch übrig ist, nachdem Scharfschütze Tod es ins Visier nahm und die Menschen um mich herum wie Karnickel abknallte. Zweifel an allem, was ich mache und schaffe, Zweifel am Sinn des Leben, Verzweiflung über den übermächtigen Tod, der einfach alles wieder zunichte macht, was wir Menschen so mühsam aufbauen. Wozu noch irgendetwas tun, wenn doch alles dem Tod geweiht ist, wozu sich noch an irgendjemanden binden, wenn man sich doch von jedem wieder trennen muß? In nur achtzehn Monaten hat der Serienkiller Tod mir gleich sechs geliebte Menschen für immer entrissen.

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Midnight Choir - Requiem

Blut-Traenen.jpg

Wir ordnen’s, es zerfällt.
Wir ordnen’s wieder - und zerfallen selbst.

Rainer Maria Rilke

Den letzten Beitrag hier schrieb ich am 4. Oktober, also vor langen neun Wochen. Das hat seine schlechten Gründe: Tod, Tod, Tod, Tod und noch einmal Tod. Tod meiner Tante (sprich zweiter Mutter), Tod meines Vaters, Tod meiner Mutter, Tod meines Rechtsanwalts und Freundes Reiner, Tod meines Vetters Willi. Damit habe ich fünf Tote in nur einem einzigen Jahr begraben. Rein statistisch gesehen, möchte man meinen, ist das unmöglich. Aber wie Toyota und das Leben uns lehren: Nichts ist unmöglich.

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