Die üblichen Verdächtigen – Raffinierter Thriller

Kino.de : Meisterhafter Thriller von Bryan Singer

„Die üblichen Verdächtigen“ ist der wohl raffinierteste Thriller, den ich je gesehen habe. Eine einzige intellektuelle Herausforderung: Wer ist Keyzer Soze? Wer ist der Drahtzieher hinter all den Verbrechen? Erst ganz zum Schluß hatte ich eine vage Vermutung – und lag richtig. Die Wahrscheinlichkeit, daß Sie mit Ihrem Verdacht falsch liegen, ist größer. Wetten?

Die üblichen Verdächtigen: Meisterhafter Thriller von Bryan Singer, der einem mit der Geschichte des vermeintlichen „Teufels“ Keyzer Soze ein herrliches Ammenmärchen auftischt. Ein Quintett stadtbekannter Ganoven steht im Mittelpunkt eines mißlungenen Drogendeals und der Entlarvung zweier korrupter Polizeibeamter. Alle Spuren führen zum gefürchteten Gangsterboß Keyser Soze, den noch nie jemand gesehen hat, dessen Name aber selbst die gewieftesten Gangster erschaudern läßt. – Kino.de

Highlight ist hier eindeutig die spektakuläre Schlusswendung. Was Drehbuchautor Christopher McQuarrie, mit dem Singer übrigens schon bei „Lion Den’s“ zusammen arbeitete, hier auf die Zuschauer loslässt, ist so überraschend, dass sich in weiten Teilen des damaligen Kinopublikums schiere Sprachlosigkeit einstellte und sich die Fachpresse förmlich überschlug. Völlig zu Recht erhielt McQuarrie den Oscar für das beste Drehbuch. Die Schlusssequenz, in der Chazz Palminteri klar wird, was gespielt wird, gehört unbestritten zu den besten und intelligentesten Momenten des Kinos, die Hollywood je zustande brachte.

Nach seinem Erfolg mit „Die üblichen Verdächtigen“ machte sich Singer rar. Verständlich, denn wer in so jungen Jahren einen Film zusammenschustert, der regelmäßig in den Hitlisten der besten Filme aller Zeiten landet, hat es nicht nötig, sich für Durchschnittsware herzugeben. Bei ihm gilt die Faustregel: ein Film alle drei Jahre. „Die üblichen Verdächtigen“ ist ein Referenzfilm des Genres, der immer wieder in anderen, im Vergleich eher zweitklassigen Produktionen, zitiert wird. Jeder, der damit leben kann, dass ein Film in erster Linie von der schauspielerischen Leistung und nicht von aufwendigen Spezialeffekten lebt, sollte „Die üblichen Verdächtigen“ zumindest einmal gesehen haben. Wer dies noch nicht getan hat, sollte die schleunigst nachholen und die daraus entstehende Kulturlücke schließen. – Filmstarts

Als Hitchcock 1950 in „Die rote Lola“ Marlene Dietrichs Lüge zur Rückblende machte, wurde ihm vorgeworfen, er spiele mit gezinkten Karten. Seither weiß man zwar, daß man nicht immer für bare Münze nehmen darf, was das Kino uns zeigt, aber im Zweifel läßt man sich noch jedesmal hinters Licht führen. Daß bei der Erzählung hier nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann, bekommt man relativ früh mit. Aber was nicht stimmt, erfährt man erst am Ende. Die Lösung ist relativ einfach und um so vergnüglicher. – ZEIT

Die üblichen Verdächtigen, in der Rekordzeit von 35 Tagen gedreht, ist unglaublich spannend, ironisch, voller Twists und Turns und definitiv einer der intelligentesten Krimis der Neunziger. Trotz der zahlreichen Rückblenden, mit denen das Drehbuch von Christopher McQuarrie (der für sein Drehbuch übrigens einen Oscar erhielt) arbeitet, packt die Story und wird zu keinem Augenblick langweilig oder vorhersehbar. – Kino-Zeit

Innerhalb von nur 35 Tagen abgedreht, gab es selten einen Film der auf der einen Seite recht billig und schnell produziert wurde, auf der anderen aber im Kreise der Filmfans und Kritiker so hohe Wellen schlug. Mit Hilfe eines großartigen Drehbuchs, welches neben Kevin Spacey den zweiten Oskar erhielt, erzählt und inszeniert Singer einer runde, faszinierende und kaum zu durchschauende Geschichte, die bis heute ihresgleichen sucht. – KultHIT

Die üblichen Verdächtigen

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Unsere Augen verschaffen uns eine Menge Freuden.
Robert Walser

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Autor: Rudi

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