Kahlschlag – Thriller von Joe R. Lansdale

Stilistisch beeindruckt Lansdale durch die absolute Beherrschung seines Handwerks. – Krimi-Couch

In der WELT ist über Don Winslow zu lesen: „Der beste Thrillerautor unserer Tage“. Was natürlich Unsinn ist. Ich kenne mindestens ein Dutzend Thrillerautoren, die mit Don Winslow mühelos gleichziehen. Joe R. Lansdale gehört defintiv dazu:  nach Dunkle Gewässer & Machos und Macheten nun also meine Begegnung der dritten Art mit Joe R. Lansdale: Kahlschlag. Und wieder bin ich rundum begeistert von der Geschichte, die mir da erzählt wird, und den Figuren, die die Geschichte vorantreiben. Also unbedingt lesen!

Joe R. Lansdale

Joe R. Lansdale – geboren am 28. Oktober 1951 in Gladewater, Texas – ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der sich auf Kriminal-, Horror- und Science-Fiction-Romane sowie auf historische Romane konzentriert. Auf Grundlage seiner Werke entstanden u.a. die Filme Bubba Ho-Tep (2002) und Cold in July (2014). Joe R. Lansdale wurde vielfach ausgezeichnet: British Fantasy Award, American Horror Award, Edgar Allan Poe Award, Herodotus Award, sieben Bram Stoker Awards.

„Für mich waren Bücher Fenster zur Welt, und man hat mich auch im Lesen bestärkt. Aber ich habe kein Wertvoll-und-wertlos-Denken eingedrillt bekommen. Es gibt keine feinen oder miesen Genres oder Themen. Es kommt immer darauf an, wie gut das jeweilige Buch geschrieben ist.“

„Schreiben ist Arbeit, aber es ist doch keine Quälerei. Den Typen, die sich mit jedem Wort abschinden und über ihren Texten hängen wie Christus am Kreuz, würde ich gerne die Maloche empfehlen, die einfache Leute dort verrichtet haben, wo ich aufgewachsen bin. Sie sollten mal in sengender Sonne hinter einem Maultierarsch her den ganzen Tag Felder umpflügen. Dann wüssten sie, was auslaugende Arbeit ist.“ – Joe R. Lansdale

Das Buch

Osttexas in den 30er Jahren: In Camp Rapture ist die Sägemühle der Familie Jones der größte Arbeitgeber. Pete, einziger Sohn der Familie und Constable des kleinen Orts, prügelt und vergewaltig regelmäßig seine Frau Sunset, bis diese ihn eines Tages in Notwehr erschießt.

Ganz Camp Rapture steht Kopf, als Petes Mutter sich nicht nur auf Sunsets Seite schlägt, sondern auch dafür sorgt, dass ihre Schwiegertochter der neue Constable des Ortes wird. Als wäre diese Kröte nicht schon schwer genug zu schlucken, nimmt Sunset ihre neue Aufgabe auch noch außerordentlich ernst. Ihre Untersuchung eines rätselhaften Doppelmords reißt sie in einen gefährlichen Strudel aus Gier, Korruption und brutaler Gewalt. – Verlagsinfo

Die Leser

Joe R. Lansdale kann so ziemlich alles. Er bewegt sich souverän im Horror-, Western- und Krimimilieu, in der Serienkiller-Gegenwart (jüngst auch erschienen: Akt der Liebebei Heyne) und in der Vergangenheit des südlichen USA, zwischen Noir und Fun. Zu einem jedoch ist er gänzlich unfähig: Er kann einfach nicht schlecht schreiben. Ganz im Gegenteil, er wird immer besser. – Krimi-Couch

Joe R. Landsdale ist es gelungen, eben nicht nur sein politisches Thema in eine Erzählung zu packen – nein, mehr noch, diese Erzählung ist mit größter Bravour geschrieben. Die Figuren sind nicht klüger, als sie sein können, und auch nicht moralisch besser, als es plausibel ist. Sie sprechen wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, und das hat Landsdale zudem so brillant hinbekommen, dass keine Zeile seines Buches, so sehr seine Figuren auch radebrechen mögen, peinlich oder misslungen ist. – Literaturkritik

Joe R. Lansdale aus Texas bewegt sich wie der berühmte Fisch im Wasser durch alle Spielarten der populären Literaturformen. Seine über 20 Romane und weit über 200 Kurzgeschichten seit seinem Debüt 1980 sind Genre pur: Horror und Western, Kriminalliteratur, Comic. Weil sie Genre pur sind, sind sie nie „mehr als Genre“, sondern genau deswegen sehr ernstzunehmende Literatur. So wie Dashiell Hammett und auf dessen Niveau. In den USA ist Lansdale ein hochgeachteter Schriftsteller. – Freitag

Joe R. Lansdale

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Je mehr ich las, um so enger wurden meine Beziehungen zur Welt, um so leuchtender und bedeutsamer wurde für mich das Leben. Jedes Buch war wie eine kleine Sprosse, über die ich vom Tier zum Menschen aufstieg. – Maxim Gorki

Herzlich : Rudis Bibliothek : Willkommen

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Autor: Rudi

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